Die Kollision des KIA mit dem Renault

Ich habe hier die Kollision dargestellt.

Die Endbewegung habe ich schon im Video im DEKRA-Teil dargestellt und ist identisch.

Blau markiert stelle ich die Bewegung des KIA dar.

Die Bewegung des Renault habe ich hier gelb dargestellt.

Nach dem verhaken der Fahrertüren und dem Aufprall des linken Vorderrades des KIA auf das linke Hinterrad des Renault werden beide Fahrzeuge in eine Drehbewegung versetzt.

Auf dem Punkt 1 prallt das linke Hinterrad des Renault auf dem Bordstein, auch hier entsteht Gummiabrieb am Bordstein und eine Einkerbung am Felgenhorn des Rades. Da durch den luftgefüllten Reifen der Gummi kurzzeitig zwischen Felge und Bordstein eingeklemmt wurde, erfolgt diese Form der Schlagstelle.

Ca. 90° nach dem Beginn der Drehbewegung löst sich der KIA, da der Schwerpunkt eines Körpers immer der Kraftrichtung folgt.

Durch das nach links eingeschlagene rechte Vorderrad des KIA bewegt sich dieses Fahrzeug bei Rüchwärtsbewegung in einer Rechtskurve auf den Bordstein.

Das linke Vorderrad des KIA ist in diesem Moment ohne Funktion, da das untere Schwenklager gebrochen ist. 

Da kurzzeitig der Reifen dieses Rades zwischen Bordstein und Felge eingeklemmt war, entstand diese Form der Kerbe an der Felge des Renault.

In der Enstellung des Renault erkennt man, daß die Vorderräder immer noch nach rechts eingeschlagen sind.

Die Linie (mit rot 1 markiert) stellt die Kante dar, in der dieses Rad auf den Bordstein prallte.

Dieses Rad prallte ohne Drehbewegung im Winkel von 90° auf den Bordstein, denn in keinem Bereich des Felgenhorns existieren Kratz- oder Schleifspuren. Dieses Rad kann jeder interessierte Leser in Senftenberg besichtigen.

Ebenfalls ist zu sehen, daß dieses Fahrzeug nach dem Aufprall noch einmal bewegt wurde, denn die Einschlagkante auf der Felge stimmt nicht mit dem Verursacher, dem Bordstein, überein.

Noch einmal zur Erinnerung "die Handbremsseile waren durch das Verziehen der Bodengruppe gespannt und wurden durch Herrn Dipl.Ing. Ulfried Walter getrennt.

Das bedeutet, der Clio war angebremst.

Normalerweise müßte der Clio bei der Kollisionsdarstellung aller Sachverständigen mindestens 18 Meter in Richtung der Ausfahrt zur Carl-Thieme-Straße stehen.

Denn der Bremsweg bei 50 km/h beträgt ca. 12,50 Meter bei trockener Fahrbahn.  Nach der Angabe der Polizei  und des Sachverständigen hat es aber geregnet, also mindestens 50% längerer Bremsweg.

Bei einem Aufprall schräg seitlich auf des Heck wird aber nur eine geringe Bewegungsenergie abgebaut.

 

Aber es war nicht möglich dieses Fahrzeug weiter in diese Richtung zu bewegen, auch wenn die Hinterräder nicht blockiert sind.

Denn genau in dieser Stellung des Vorderrades bewegt sich bei Drehbewegung der deformierte Felgenteil gegen den Bremssattel und blockiert dadurch das Vorderrad. Durch die Last der Vorderachse (Fronttriebsatz) ist es nicht möglich dieses Fahrzeug mit Muskelkraft zu bewegen.

 

 

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© Hartmut Menzel